69. Kirrlacher Kriterium - Hohes Tempo, starke Nerven

Manche Rennen beginnen nicht mit einem Startschuss, sondern mit einem Gefühl. Anspannung liegt in der Luft, die Beine kribbeln, das Feld wirkt kompakt – und jeder weiß: Heute wird es schnell. Sehr schnell.

Beim Radkriterium in Kirrlach am 26. April standen wir mit vier Fahrern am Start: Stefan, Luca, Konradin und Michael. Ein stark besetztes Amateurfeld, eine perfekte Strecke für ein schnelles Kriterium, enge Positionen – und von Beginn an ein Tempo, das keine Fehler verzeiht.

Schon in den ersten Runden zeigt sich die Dynamik eines Kriteriums: hektisch, schnell, kompromisslos. Mit einem Schnitt von rund 46 km/h wird klar, dass es heute nicht ums Verwalten geht, sondern ums permanente Kämpfen um die richtige Position. Besonders nach vorne zu kommen kostet Kraft – sie zu halten noch mehr.

Früh im Rennen kommt es zu einem größeren Sturz im Feld, insgesamt sind es am Ende drei. Situationen, die immer auch ein Stück Zufall beinhalten. Umso wichtiger: Alle unsere Fahrer bleiben unversehrt. Ein Moment des Durchatmens – und gleichzeitig der Reminder, wie konzentriert man bleiben muss.

Luca, Stefan und Konradin behaupten sich im Hauptfeld und zeigen genau das, was wir uns vorgenommen haben: präsent sein, wach fahren, als Team funktionieren. Luca gerät zwischenzeitlich in eine brenzlige Situation, wird abgedrängt und berührt zwei Fahrer – kann sich aber stark auf dem Rad halten und bleibt im Rennen. Genau diese Momente entscheiden oft über den weiteren Verlauf.

Mit zunehmender Renndauer wird das Feld selektiver. Kleine Lücken entstehen, das Tempo bleibt hoch. Konradin und Luca kämpfen sich durch, halten Anschluss und verpassen am Ende nur knapp die Top 20 – ein starkes Ergebnis in einem hochklassigen Starterfeld. Stefan bringt das Rennen ebenfalls solide im Feld zu Ende, während Michael wichtige Rennkilometer sammelt und weiter Erfahrung auf diesem Niveau aufbaut.